Kulturerbe18

Retusche

Kunst und Material. Arbeitsteilung im Schaffensprozess

Donnerstag, 14. November 2019 bis Freitag, 15. November 2019 09:15 - 18:00

Immer mehr Werke der zeitgenössischen Kunst werden durch Dritte gefertigt: Künstlerinnen und Künstler stellen einen Entwurf her oder entwickeln ein Projekt und übertragen die Ausführung zumindest teilweise an spezialisierte Unternehmen. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Materialwissenschaftlicher und technologischer Fortschritt erweitern laufend das Spektrum des technisch Möglichen. Die für dessen Nutzung nötigen Spezialkenntnisse sprengen nicht nur die Grenzen des in der Kunstausbildung vermittelbaren Wissens, sie scheinen für viele Kunstschaffende auch nicht attraktiv zu sein: Statt sich einschlägiges Know-how selbst anzueignen, dürften sie die künstlerische Auseinandersetzung mit Fachleuten oftmals für anregender halten. Ausserdem erlauben neue Technologien und Herstellungsverfahren die Betonung konzeptueller und unternehmerischer Aspekte in der Kunstproduktion als künstlerische Strategie. Das Symposium will das Phänomen der Aufteilung von Entwurfs- und Produktionstätigkeit im aktuellen Kunstbetrieb reflektieren und daraufhin befragen, welchen Anteil hierbei technische Innovationen, das teilweise Verschwinden traditioneller Techniken oder die Mechanismen des Kunstmarkts haben. Im Besonderen interessieren die Folgen des Auseinandertretens von Entwurf und Ausführung für die Werkerhaltung sowie für das Konzept der Autorschaft und die Idee des Authentischen.

Nummer
56/19
Status
Anmeldeschluss vorbei
Anmelde-schluss
15.11.2019, 18:00
Zielgruppe
RestauratorInnen, Kunstschaffende, KunsthistorikerInnen, Sammlungsverantwortliche
Ort
Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft, Zürich
Kontakt
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