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Fachgruppe Gemälde und zeitgenössische Kunst

Die Fachgruppe Gemälde und Zeitgenössische Kunst wurde im November 2004 in Zürich gegründet. Ihr Ziel ist der fachliche Austausch zwischen den Berufskollegen und die Vertretung unseres Fachbereichs gegenüber einem interessierten Publikum. Die Fachgruppe trifft sich mehrmals jährlich zu Vorträgen oder Führungen und anschliessender Versammlung der Mitglieder. 

Materialien und Techniken des klassischen Gemäldes

Das Medium Gemälde ist im Verlauf der Kunstgeschichte immer präsent. Von der mittelalterlichen Altartafel bis zu den monochromen Gemälden des 20. Jahrhunderts umfasst das Fachgebiet eine Vielfalt von Objekten. Entsprechend gross ist die Palette vorkommender Materialien. So trifft man beispielsweise als Trägermaterialien Holz, natürliche und synthetische Textilien, Papier und Pappe oder auch Glas und Metalle an. Von der Tempera-, Öl- oder Gouachemalerei über synthetische Bindemittel bis zu Mischtechniken trifft man die unterschiedlichsten Maltechniken an.

Mit der Alterung der Objekte verändern sich die verwendeten Materialien und verschiedene Phänomene können auftreten. Holztafeln verwölben sich, die Malschicht craqueliert, es kommen Farbveränderungen vor oder die Eigenschaften eines Firnisses verändern sich. Selten stehen wir daher vor einem Kunstwerk in seinem Originalzustand.

Moderne Materialien und Medien in der Zeitgenössischen Kunst

Zeitgenössische Kunstobjekte wie Rauminstallationen aller Art, (Licht-) kinetische Werke, Gemälde, Plastiken etc. weisen oft eine grosse Vielfalt an Materialien auf: Von A wie Araldit, über E wie Elektromotoren, L wie Lebensmittel, V wie Video zu Z wie Zement.

Viele dieser Materialien, wie zum Beispiel die Kunststoffe oder die elektronischen Medien, weisen im Gegensatz zu den in der klassischen Kunst eingesetzten, über lange Zeit bewährten Materialien, relativ kurze „Halbwertszeiten" auf.

Die Intervalle, während der erkennbare bzw. sich auf die Qualität des Kunstwerkes auswirkende materielle Veränderungen stattfinden, werden immer kürzer.

Um diesen erschwerten Ausgangsbedingungen fachlich kompetent begegnen zu können, zieht der behandelnde Konservator-Restaurator neben seinem eigenen Fachwissen bei Bedarf Experten zu, deren ergänzendes Spezialwissen er zu einem Gesamtkonzept zusammenführt und dessen Durchführung er verantwortet.

Konservierung- Restaurierung

Heutzutage versucht ein Konservator-Restaurator in erster Linie die Alterungsprozesse in einem Objekt zu verstehen, das Fortschreiten der Degradation zu verhindern und möglichst Arbeitsmaterialien zu verwenden, deren Alterungsverhalten bekannt und zufrieden stellend ist. Es herrscht eine grössere Toleranz gegenüber den Alterungserscheinungen an einem Werk, was dazu führt, dass die Eingriffe weniger radikal ausfallen als es zu früheren Zeiten teilweise der Fall war.

Kontakt

Fachgruppenkoordinatoren: Marco Rebel, Sandra Weber

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